09.01.2019

„Menschen der Hoffnung“

„Seid Menschen der Hoffnung!“ Diese Botschaft wiederholte Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, als Festredner auf dem 28. Dreikönigstag vor 550 Zuhörern in Neubrandenburg mehrfach. 


 

Kardinal Marx hält die Festrede im Ausverkauften Neubrandenburger „Haus der Kultur und Bildung“
Kardinal Marx hält die Festrede im ausverkauften Neubrandenburger „Haus der Kultur und Bildung“.  Fotos: Bernd Lasdin

Die Resonanz im Vorfeld der Veranstaltung war so riesig wie noch nie. Bereits Anfang Dezember waren alle Karten ausverkauft. Nicht alle Kartenwünsche konnte der Dreikönigsverein in diesem Jahr befriedigen. 

Spendenübergabe mit Sternsingern bei der Neubrandenburger Feuerwehr
Spendenübergabe bei der Feuerwehr

Der Dreikönigstag begann mit einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Neubrandenburg. Der Dreikönigsverein übergab eine vom bayerischen Holzschnitzer Alexander Blasch gefertigte Florian Figur an die Feuerwehr. Weihbischof Horst Eberlein segnete die von einem Einzelspender gestiftete Figur. Anschließend fand die traditionelle Spendenübergabe von 60 000 Euro an den Dreikönigsverein statt. Das Geld fließt in soziale Projekte, vor allem in die ambulante und stationäre Hospizarbeit des Dreikönigsvereins. 

200 000 Euro für Reisen nach Israel

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) brachte einen weiteren Scheck in Höhe von 200 000 Euro für den Jugendaustausch nach Israel mit. Bislang hat der Verein über 500 Jugendliche auf die Reise nach Israel geschickt. Als Projekte der Völkerverständigung werden die Reisen jetzt durch das Land gefördert, so Ministerin Hoffmeister.

Weiter ging es zum Hospiz des Dreikönigsvereins. Dort stieß der Münchner Erzbischof Kardinal Marx zur Festgesellschaft und erlebte den Einsatz der Sternsinger, die die Haustür des Hospizes mit das Zeichen der Dreikönige: C+M+B 2019 versahen: „Gott segne dieses Haus“.  Weihnachten sagte der Kardinal, gehört nicht allein den Christen. Weihnachten ist für alle ein Fest des Lichtes und der Aufklärung. „Wenn Gott Mensch geworden ist, dann ist es gut, ein Mensch zu sein. Das ist die Botschaft von Weihnachten. Menschliches Leben ist kostbar. Diese Botschaft gelte auch für das Leben in seinen letzten Tagen: „Niemand ist überflüssig. Niemand ist nicht mehr wertvoll. Und das merken wir gerade hier in einem Hospiz.“ Nach einem persönlichen Gespräch des Kardinals mit einem Sterbenden dankte er allen Haupt- und Ehrenamtlichen des Vereins für ihre großartige Arbeit.

Danach ging es zur eigentlichen Benefizveranstaltung des Vereins in die übervolle Halle im Neubrandenburger „Haus der Kultur und Bildung“. Ehrengäste in großer Zahl waren zu begrüßen: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), mehrere Minister, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Weihbischof Horst Eberlein als Repräsentant des Erzbistums Hamburg. Das Dreikönigstreffen in Neubrandenburg ist in jedem Jahr das erste gesellschaftliche Großereignis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 

Der Vorsitzende des Dreiköingsvereins, Rainer Prachtl, begrüßte die Gäste mit den Worten: „Wo euer Schatz ist, ist auch euer Herz!“. Und dann, angesichts der gedeckten Tafel, kamen wie in jedem Jahr, die Worte der heiligen. Teresa von Avila: „Wenn Rebhuhn dann Rebhuhn, wenn fasten dann fasten!“

Text: Bernd Loscher