07.01.2022

Leseraktion

Was macht Kirche für Sie wertvoll?

Die Lage der Kirche bleibt schwierig, auch im neuen Jahr. Gerade deshalb wollen wir von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wissen: Was macht die Kirche für Sie zur Heimat? Warum bleiben Sie und engagieren Sie sich? Schreiben Sie uns! 

Foto: imago images/Ralph Peters
Kirche als Heimat: Warum engagieren Sie sich? Woraus ziehen Sie Ihre Kraft? Foto: imago images/Ralph Peters

Von Ulrich Waschki

Die katholische Kirche und ihre Mitglieder erwartet auch im Jahr 2022 viel Unruhe. Da sind die Diskussionen des Synodalen Wegs, der Anfang Februar mit der Vollversammlung und konkreten Beschlüssen fortgesetzt werden soll. Sicher ist, dass die Spannungen zwischen einer Minderheit, die sich gegen Reformen ausspricht, und der Mehrheit, die als Konsequenz des Missbrauchsskandals kirchliche Strukturen und Lehre verändern will, nicht abgenommen haben. Außerdem belastet eine kaum zu bewältigende Fülle an Texten und Beschlussvorschlägen die Arbeit, weshalb der Synodale Weg bereits um eine dann fünfte Vollversammlung im Frühjahr 2023 verlängert worden ist. 

Noch im Januar wird außerdem das mit Spannung erwartete Gutachten zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum München-Freising veröffentlicht. Das Bistum, dem von 1977 bis 1982 Joseph Ratzinger, der mittlerweile emeritierte Papst Benedikt XVI., vorgestanden hat. Auch in anderen Diözesen, etwa in Münster, Freiburg oder Osnabrück, sind im Lauf des Jahres Ergebnisse der Missbrauchsaufarbeitung zu erwarten. Dazu kommen die schmerzhaften Umbrüche durch sinkende Einnahmen und schwindende Mitgliederzahlen. Alles deutet darauf hin, dass die Kirchenstatistik im Sommer eine Rekordzahl von Kirchenaustritten vermelden wird.

Passend dazu veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung jüngst eine Umfrage, die Glaubens- und Einflussverlust der Kirchen dokumentierte. „Eine Erosion des christlichen Glaubens“ in den letzten Jahrzehnten stellte der Meinungsforscher Thomas Petersen dabei fest. Das vergangene Weihnachtsfest sei vielleicht das letzte gewesen, an dem in Deutschland mehr als die Hälfte der Bevölkerung einer christlichen Kirche angehört habe. Grund seien aber nicht die Skandale und Probleme der Kirchen, sondern der schleichende Glaubensverlust. „Die verbreitete Vorstellung, wonach viele tiefgläubige Menschen die Kirche unter Protest verlassen, ist falsch“, schrieb Petersen.

Manche übernehmen bewusst Verantwortung für die Kirche

In dieser tristen Situation kann es helfen, den Blick zu weiten. Und zu sehen, dass es eben nicht nur die Menschen gibt, die sich von der Kirche abwenden – warum auch immer. Sondern auch viele, die bleiben und sich engagieren. Ein leitender Theologe eines deutschen Bistums erzählte jüngst von einer Fortbildung für ehrenamtliche Gemeindemitglieder, die bewusst mehr Verantwortung übernehmen wollen. Er sagte, sie würden sich von den negativen Schlagzeilen nicht beirren lassen, sondern wollten der Kirche in ihrem Dorf oder Stadtteil ein Gesicht geben. Weil Kirche für sie Heimat ist, Gemeinschaft, ein Ort des Heils.

Wir wollen in unserer Zeitung viele solcher Menschen zu Wort kommen lassen. Menschen, die erzählen, warum die Kirche für sie wertvoll ist. Seien Sie dabei, liebe Leserinnen und Leser! Machen Sie mit bei unserer Leseraktion!

Was macht die Kirche für Sie zur Heimat? Warum bleiben Sie? Warum engagieren Sie sich? Was motiviert Sie dabei? Woraus ziehen Sie Kraft?
Schreiben Sie uns! 

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