21.04.2021

Beten für Berufungen

In jedem Jahr gibt es einen Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Von Samstag bis Sonntag wird 24 Stunden lang gebetet. In diesem Jahr wird allerdings vieles in privaten Räumen stattfinden, mit digitaler Unterstützung. 

Junge wirft im See ein Netz aus.
Ein biblisches Bild: Werft die Netze aus! Foto: kna

„Das Gebet um Berufungen findet statt! In welcher Weise genau, wissen wir heute noch nicht“, so beginnt die Einladung zum 24-Stunden-Gebet auf der Seite www.werft-die-netze-aus.de im Internet. „Werft die Netze aus“ ist das Motto der Gebetsaktion für Geistliche Berufungen am 24. und 25. April. In jedem Jahr findet diese Aktion statt. Im ganzen deutschsprachigen Raum wird von 18 Uhr bis 18 Uhr um Berufungen gebetet. Dabei sind Pfarreien, Ordensgemeinschaften und Privatpersonen. Jeder kann mitmachen. In diesem Jahr ist die Zahl der Gebetstreffen in den Kirchen sehr übersichtlich. Es gibt sie aber, etwa in der St. Jakobuskirche in Hamburg-Lurup. Dort findet am 25. April von 12.45 bis 19 Uhr ein öffentliches Gebet mit stündlichen Impulsen statt. Das Anliegen des Tages wird auch in den üblichen Messfeiern am Sonntag aufgenommen. „Es ist der Sonntag vom Guten Hirten, und an diesem Sonntag wird ohnehin um Berufungen gebetet“, sagt Dr. Jürgen Wätjer, Regens des Priesterseminars Hamburg. Wo überall gebetet wird, erfährt man auf der oben genannten Internetseite. 

Landkarte zeigt alle Gebetsorte 

Dort sind die Aktionen in ganz Deutschland auf einer Landkarte markiert. Und jeder Nutzer kann eine eigene Gebetszeit – auch im privaten Haus – eintragen. Die Internetseite liefert auch Gebetsvorlagen und Links zu Live-Übertragungen von Gottesdiensten. Papst Franziskus schreibt in der Botschaft zum 58. Weltgebetstag: „Welch schönes Beispiel eines christlichen Lebens bieten wir, wenn wir nicht verbissen unsere Ambitionen verfolgen und uns nicht von unserer Sehnsucht nach früheren Zeiten lähmen lassen, sondern uns um das kümmern, was der Herr uns durch die Kirche anvertraut! Dann gießt Gott seinen Geist, seine schöpferische Kraft, über uns aus und wirkt Wunder.“ In diesem Jahr wird der Weltgebetstag auf Improvisation setzen müssen. Auch weitere Aktionen der Berufungspastoral wie die „Tage der Begegnung“ können wegen Corona nicht stattfinden. Regens Jürgen Wätjer sieht das Unvermeidliche gelassen: „Wir lassen das Gebet einfach anlaufen. Für den Rest wird der Heilige Geist sorgen.“
Nähere Infos unter: www.werft-die-netze-aus.de

Text: nkz