21.11.2013

Gotteslob mit Gitarre, Klavier, Orgel und vielen Stimmen: Bistumstag begeisterte 200 Teilnehmer

Dein Lob, Herr, endet nie!

Es ist nicht nur neu, sondern auch anders. Mehr als 200 Katholiken aus dem Erzbistum Hamburg sind am vergangenen Samstag in einem Bistumstag auf Entdeckungsreise durch das neue Gotteslob gegangen.

Was das neue Gotteslob bringt, kann man sehr schnell testen. Nämlich schon am kommenden Sonntag. „Im Gotteslob ist konkret beschrieben, wie man eine kleine Feier gestalten kann, bevor die erste Kerze am Adventskranz entzündet wird“, sagt Lucia Justenhoven. Die Hamburger Schulseelsorgerin leitete den Workshop „Gotteslob in der Familie.“ Mehr als bisher will das neue Gesangbuch ein Hausbuch sein, das nicht nur im Gottesdienst Wirkung entfaltet. Zum Beispiel mit der Anregung für eine Adventskranzfeier zuhause. Lucia Justenhoven: „Mit vorgeschlagenen Liedern, Gebeten, einer kleinen Lesung, die man auch in verteilten Rollen lesen kann. Damit kann man wirklich gemeinsam den Weg in die Adventszeit gehen.“


Ein ähnlicher Tipp: Vor einer Reise einen Reisesegen geben. Das können nämlich nicht nur Priester und Bischöfe. „Da wird die alte Tradition aufgegriffen, sich auch in der Familie zu segnen. Segnen bedeutet, jemandem Gutes zusagen. Da wird uns bewusst, dass wir den Segen Gottes auch anderen zusprechen können“, so Lucia Justenhoven.
Beim Bistumstag kamen die Spezialisten zu ihrem Recht, aber auch das singende Kirchenvolk. Non-Stop-Gotteslob-Lieder-Singen hieß es in der größten Runde des Tages. Natürlich sind die Sänger nicht bis zum Ende durchgekommen. 1295 Seiten hat das Gotteslob, 200 Seiten mehr als das alte. Der Kieler Regionalkantor Werner Parecker fasst zusammen: „Es sind viele neue Lieder drin, die Aufteilung ist neu und es sind viele mehrstimmige Stücke drin, vielfach aus Taizé. Die Gottesdienstbesucher müssen sich aber von den alten Liednummern verabschieden. Was man bisher kannte, etwa Großer Gott wir loben dich Nr. 257, befindet sich jetzt an  ganz anderer Stelle.“
Auf der Empore des Mariendoms studierten die Organisten die neuen Orgelsätze, es gab Hinweise zur Klavierbegleitung. Eine Hilfe für Gitarristen sind die Akkorde, die über manchen Liedern stehen und die Begleitung für jeden Gitarrespieler leicht machen. „Es hätten noch mehr Lieder sein können, die diese Akkorde haben“, sagte ein Teilnehmer des Gitarre-Workshops.

Andreas Hüser

Fotos: Kathrin Erbe