24.08.2016

Erneut rege Beteiligung an der Marienwallfahrt von Witzeeze nach Büchen

Ganz schön dufte!

Gut 80 Menschen nahmen am vergangenen 20. August an der zehnten Marienwallfahrt von Witzeeze nach Büchen teil. Eine Gruppe war sogar eigens aus Flensburg angereist.

Rund 80 Teilnehmer pilgerten auf dem Weg entlang des Elbe-Lübeck-Kanals. Foto: Marco Heinen

Peter Beckwermert kennt sich aus mit den richtig großen Wallfahrten. Nicht nur, weil er sie aus seiner Heimat, dem Münsterland kennt, sondern weil er selbst welche mit organisiert hat. Und doch kommt er gerne auch zu dieser kleinen Wallfahrt, die – entlang des Elbe-Lübeck-Kanals – über rund fünf Kilometer zur St. Marienkapelle in Büchen führt. Bei dieser Wallfahrt merke man besonders, dass den Menschen etwas daran liege, so der Pastorale Mitarbeiter im Pastoralen Raum Bille-Elbe-Sachsenwald. „Und ich hoffe, dass die Wallfahrt weiter wächst“, meinte er.  

In der Tat, viele der Teilnehmer sind regelmäßig dabei, einige sogar alle zehn Male. Wie zum Beispiel Getraud Tögel aus Basedow bei Lauenburg, die ursprünglich aus Bayern stammt. „Das gehört zu meinem Glaubensleben“, bekannte sie. 

Andere wiederum waren zum ersten Mal dabei wie Stanislaw Sadlucki aus Hamburg oder Johanna Suxstorf-Raetsch aus Flensburg. Von dort aus hatte sich eine 13-köpfige Gruppe auf den langen Weg in den Süden Schleswig-Holsteins gemacht. Johanna Suxstorf-Raetsch hatte schon länger den Wunsch, an einer Wallfahrt teilzunehmen. „Ich hatte letztes Jahr eine solch große Gebetserhörung, dass ich ein großes Wallfahrtsbedürfnis hatte“, erzählte sie. Als es dann plötzlich hieß, komm mit, übermorgen geht es los, da sei ihr das wie eine Gnade vorgekommen. „Es ist absolut schön und ein inniges Erlebnis“, sagte die Flensburgerin.

Beim Gottesdienst in der St. Marienkapelle in Büchen standen Pfarrer Markus Diederich und der aus Schwerin angereiste Kaplan Heiko Kiehn sowie zwei Gäste am Altar, Pfarrer Kai Hüsemann aus Darmstadt und der Pole Lech Rybak, der am Ende den Kräutersegen sprach. Kaplan Heiko Kiehn hatte zuvor eine lebhaft-blumige Predigt gehalten, die sichtlich Anklang fand bei den Besuchern des vollbesetzten Gotteshauses. Er ging auf die Legende ein, wonach Apostel in Marias Grab Tage später statt eines Leichnams duftende Blumen gefunden hätten. Man könne quasi sagen, Maria sei verduftet, so der Kaplan mit einem Augenzwinkern. Er bezeichnete  das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel als „das Fest der Hoffnung schlechthin“. 

Pfarrer Markus Diederich dankte dem in der Gemeinde gut bekannten Kaplan am Ende für eine „dufte Predigt“ – bevor im Garten weitergefeiert wurde.

Text u. Foto: Marco Heinen