06.01.2016

Weil der Neustädter Hafen zugefroren war, musste Tour mit Seenotrettungsboot ausfallen

Ostsee-Eis stoppt Sternsinger

Die Enttäuschung war den Kindern anzumerken: Weil das Hafenbecken zugefroren war, konnten die 14 Sternsinger aus Neustadt am Dienstag nicht  mit Booten der Seenotrettung zur Marine fahren, um den Segen in die Kaserne zu bringen.

Sternsinger aus Neustadt, leider nicht an Bord eines Seenotrettungsbootes. Das Hafenbecken war am Dienstag zugefroren. Foto: Heinen

Sternsinger in Eis und Schnee: Stimmungsvoll, aber nicht immer ohne Probleme waren die ersten Touren der Sternsinger im Norden. Eigentlich war ausgemacht, dass die Seenotretter, die in Neustadt eine Ausbildungsstation unterhalten, die Kinder abholen sollten, um mit ihnen kurz rauszufahren und dann bei der Kaserne anzulegen. Doch die Temperaturen der vergangenen Tage hatten dafür gesorgt, dass sich im Hafenbecken einiges an Eis gebildet hatte. So ging es mit Autos zur Kaserne.

Weniger Probleme hatten die Sternsinger, die im Berliner Kanzleramt den Segen brachten. Mit einem zünftigen „Mojn!“ begrüßten die Flensburger Könige Bundeskanzlerin Merkel – und brachten der Regierungsspitze den Segen. Die Sternsinger der Hamburger Domgemeinde, die in der Fußgängerzone vom NDR-Fernsehen begleitet wurden, boten den Zuschauern ein perfektes Bild: Sternsinger vor Schneekulisse. Wenn es nur nicht so kalt gewesen wäre! 

Im vereisten Neustadt an der Ostsee gab es dann doch einen warmen Empfang. Von einer „schönen Tradition“ sprach Matthias Metz, Kapitän zur See, als er die Sternsinger, einige Eltern und Pfarrer Andreas Hasse in der Kaserne empfing. Der Kommandant des Einsatzausbildungszentrums der Marine in Neustadt/Holstein versprach, die Sache mit der Bootsfahrt nachzuholen, im Mai oder Juni, wenn es ein bisschen wärmer ist. „Dann schauen wir uns Neustadt vom Wasser aus an“, sagte er zu den Kindern. Die sangen „Komm, komm, folge dem Stern“, so wie etliche Sternsingergruppen an vielen Orten Norddeutschlands. 

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Text u. Foto: Marco Heinen