12.12.2012

Verteidigungsministerium weist Bischofs-Kritik zurück

Vorwürfe sind "gewollt und verfehlt"

Das Verteidigungsministerium weist die Kritik aus der katholischen Kirche am Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan entschieden zurück. Die Vorwürfe von Pax-Christi-Bischof Heinz Josef Algermissen seien "gewollt und verfehlt", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär, Christian Schmidt (CSU).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bischof Heinz Josef Algermissen        Foto: kna-bild

"Man muss nicht alles gutheißen, was den Afghanistaneinsatz betrifft, man sollte sich aber schon die Mühe machen, einen differenzierten Blick zu verwenden", so Christian Schmidt.

Der Fuldaer Bischof Algermissen hatte die internationale Militärmission in Afghanistan scharf kritisiert. Die "Besetzung des Landes" durch die Truppen der internationalen Allianz habe statt zur "Befriedung und Versöhnung" zu einem "Krieg" geführt und "eher zur Eskalation" beigetragen.

Er habe "hohen Respekt" vor dem Friedensengagement von Pax Christi, so Schmidt. Afghanistan befinde sich aber in einer Phase "einer gewissen Befriedung", da wünsche er sich "Worte der Ermutigung und nicht Worte der Distanzierung". Der CSU-Politiker erklärte: "Über ein anerkennendes Wort würden sich auch Soldaten und zivile Helfer aus unserem Land freuen."

kna