15.09.2022

Erzbistum baut 52 Wohnungen

Grundsteinlegung auf dem Gelände an der Kirche St. Erich in Rothenburgsort. Mit der Investition wird sowohl für bezahlbaren Wohnraum gesorgt wie auch für Einnahmen, mit denen pastorale Aufgaben finanziert werden können.

So soll der Bau am Billhorner Röhrendamm aussehen. | Visualisierung: Ralph Schenkenberger/ModellDigital

 

VON MATTHIAS SCHATZ

„Mit diesem ersten Projekt, das eng mit unserer vor gut zwei Jahren begonnenen Vermögensund Immobilienreform verbunden ist, wollen wir gleichermaßen unseren kirchlich-sozialen Ansprüchen als auch der Gesundung unserer Finanzen gerecht werden.“ Das sagte Generalvikar Sascha-Philipp Geißler bei der Grundsteinlegung für den Bau von 52 Wohungen am Billhorner Röhrendamm 151 in Rothenburgsort. Das Erzbistum investiert rund 20 Millionen Euro in den achtstöckigen Bau direkt neben der derzeit ungenutzten und unter Denkmalschutz stehenden Kirche St. Erich.

30 Prozent der Gesamtwohnfläche von knapp 4 480 Quadratmetern wird als Sozialer Wohnungsbau hergestellt und vermietet. Einerseits sorgt das Erzbistum als Bauträger damit für bezahlbaren Wohungsraum in Zentrumsnähe, andererseits schafft es so auch ein Objekt, das Rendite abwirft, die für kirchliche Aufgaben verwendet werden kann. Entsprechend formulierte Geißler weiter: „Damit ist das Erzbistum Hamburg auf einem guten Weg, weiterhin in der Lage zu sein, pastorale Aufgaben zu gestalten und zudem gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“ Geißler kündigte zugleich weitere Projekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg an, die „alle nachhaltig und ressourcenschonend umgesetzt werden sollen.“

Rothenburgsort sei aktuell „einer der entwicklungsfähigsten Stadtteile Hamburgs“, fuhr Geißler fort. „Hier gilt es in besonderem Maße, für eine zukunftsorientierte und sozial ausgewogene nachhaltige Förderung des Wohnraums zu sorgen. Wir wollen als katholische Kirche unseren Beitrag dazu leisten.“

Das Bauvorhaben fügt sich ein in die Umgestaltung Rothenburgsorts von einem vorwiegend gewerblich geprägten Areal in ein vielfältig gestaltetes Wohngebiet mit untergeordneter gewerblicher Nutzung. So entstehen im Umfeld rund 1900 neue Wohnungen, wie Michael Mathe, Leiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirksamt Hamburg-Mitte, berichtete. Dort sei man „sehr froh“, das Erzbistum als Partner und Bestandshalter in Rotheburgsort zu haben.

Bau soll im November 2023 fertig sein

Martin Kalkmann, Leiter der Hamburger Niederlassung des Generalunternehmers Hochtief Infrastructure, bestätigte, dass der Bau bis November 2023 fertiggestellt sein soll. Matthias Quente vom Architekturbüro Quente Schwartz, sagte, die Wohnungen würden über zwei bis fünf Zimmer verfügen und seien für 209 Bewohner konzipiert. Unter anderem werde es eine Dachbegrünung geben und sechs Pkw-Stellplätze mit Ladebuchsen für Elektrofahrzeuge.

Anschließend segnete Generalvikar Geißler die Zeitkapsel. Er betonte, dass damit nicht die Sache, sondern die Menschen, denen sie dienen solle, gesegnet würden. In die Kapsel wurden unter anderem ein Amtsblatt des Erzbistums, ein Marienbild und der Pastorale Orientierungsrahmen gesteckt. Die Kapsel wurde anschließend im Grundstein vermauert, der sich im Neubau unterhalb des Treppenhauses befinden wird.