12.01.2022

Dreikönigsfest in Neubrandenburg

Kein großes Mahl, aber reichlich Spenden

Rund 75 000 Euro Spenden hat der Neubrandenburger Dreikönigsverein im vergangenen Jahr erhalten – mehr als in allen Jahren zuvor. Das Geld wird vor allem für die ambulante und stationäre Hospizarbeit sowie für eine Jugendreise nach Israel verwendet, wie der Vereinsvorsitzende Rainer Prachtl am Donnerstag mitteilte.

Vor dem Dreikönigshospiz dankt der Vereinsvorstand seinen Spendern. Die Ansprache hielt Dekan Georg Bergner

 Dreikönigsfest unter Corona-Bedingungen. Vor dem Dreikönigshospiz dankt der Vereinsvorstand seinen Spendern. Die Ansprache hielt Dekan Georg Bergner (links). Foto: Bernd Lasdin

„Der Stern der Nächstenliebe leuchtet hier so hell wie der Stern von Bethlehem“, sagte Rainer Prachtl. Offensichtlich hat die Coronapandemie die Spendenbereitschaft nicht geschmälert, sondern noch gefördert – auch ohne große Benefizveranstaltung. Vor Beginn der Pandemie hatte der Verein Anfang 2020 eine Spendensumme von 55 000 Euro bekanntgegeben.

Prachtl gab das Spendenergebnis bei einer Open-Air-Veranstaltung des Vereins vor dem Neubrandenburger Dreikönigshospiz bekannt. Wegen der Pandemie hatte der Verein wie im Vorjahr seinen traditionellen Benefizabend am 6. Januar mit bis zu 700 Gästen aus Politik und Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern abgesagt. Bei der diesjährigen Veranstaltung hielt der Schweriner Propst und Mecklenburger Dekan Georg Bergner eine Andacht für die im Hospiz verstorbenen Menschen. Zudem beteiligte sich eine Gruppe von Sternsingern.

Den Dreikönigsverein gründete 1991 ein Kreis katholischer Familien. Zu seinem Dreikönigstreffen mit bis zu 700 Gästen lädt er seither prominente Redner ein. So sprach im Jahr 2019 der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Unter den Gastrednerinnen und Gastrednern waren auch der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow und zwei Mal die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Text: kna/Andreas Hüser