14.12.2022

Licht und Frieden

Vor dem Hintergrund des russischen Krieges in der Ukraine wird der Wert des Friedens auch hierzulande deutlicher erkennbar – und gewinnt die Verteilung des Friedenslichts aus Bethlehem auch im Norden besondere Bedeutung.

In der Elbmetropole verbanden die Pfadfinder den Empfang des Lichts mit einem „Friedens Hike,“ einer Art Demonstration. | Foto: Ralf Adloff

Hamburg/Lübeck (nkz/hix) Am vergangenen Sonntag erreichte das „Friedenslicht aus Bethlehem“ wieder den Norden. Die bundesweite Aktion, getragen vom Ring deutscher Pfadfinderverbände, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Frieden beginnt mit dir“.

Die Pfadfinderin Annemarie Kind begleitete das Licht auf seinem Weg von Wien nach Hamburg. Dort erfolgte die Verteilung des Lichtes während eines Friedeshikes, einer Art Pfadfinderwanderung mit Demonstrationscharakter. Startpunkt war die St. Michaeliskirche, wo Propst Melzer nach einem thematischen Impuls das Licht entgegennahm. Der nächste Friedensimpuls erfolgte im Innenhof des Hamburger Rathauses. Der Friedeshike endete am St. Marien-Dom mit einem letzten Impuls und der Übergabe des Lichtes an Erzbischof Stefan Heße.

Ziel der Aktion ist es, dass das Licht „alle Menschen guten Willens“ erreicht und an Weihnachten in allen Wohnzimmern brennt. Die Verteilug geht also weiter. Unter anderem wurde es schon im Hamburger Rathaus dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher übergeben. Weitere Empfänger sind unter anderem die Bahnhofsmission, das Konsulat der Ukraine sowie Seniorenanlagen, Krankenhäuser und Seemannsmissionen.

In Lübeck kam das Friedenslicht am späten Sonntagnachmittag an. Pfadfinder von sechs Verbänden – darunter die katholische Deutsche Pfadfindergesellschaft St. Georg (DPSG) – sowie einige Malteser und Eltern sammelten sich zunächst am Lindenplatz nahe des Bahnhofs.

„Ich glaube, es ist in jedem Jahr wichtig, die Gemeinsamkeit zu stärken, zu zeigen, dass man bereit ist, auch für andere Leute etwas zu tun“, meinte ein Vater, der seine drei Jungs begleitete. Aus seiner Sicht mache der Krieg in der Ukraine es nötig, sich zum Frieden zu bekennen. „Aber es ist nicht der einzige Grund, warum ich heute hier bin“, meinte er.