28.12.2020

Verlängerung wegen des Corona-Lockdowns

Sternsingeraktion läuft bis Februar

Die bundesweite Sternsingeraktion wird bis zum 2. Februar verlängert. Wegen der Corona-Pandemie können die Sternsinger dieses Mal nicht von Tür zu Tür gehen, sondern müssen den Segen digital und per Post verteilen. 

Auf einem Aufkleber steht der Spruch "C+M+B+21" der Sternsinger. Das steht für "Christus segne dieses Haus".
Aufkleber statt Hausbesuch: Wegen des Corona-Lockdowns verteilen die Sternsinger dieses Jahr Segenspakete per Post. 

Die bundesweite Sternsingeraktion wird bis zum 2. Februar verlängert. Darauf einigten sich das Kindermissionswerk der Sternsinger und die Deutsche Bischofskonferenz. Der ausgeweitete Zeitraum solle den Kirchengemeinden und Gruppen helfen, auch unter den schwierigen Corona-Bedingungen eine erfolgreiche Aktion durchzuführen, teilte die Bischofskonferz kurz vor dem offiziellen Start der Aktion mit.

Die Aktion Dreikönigssingen ist die weltweit größte Hilfsinitiative von Kindern für Kinder in Not. Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar ziehen gewöhnlich Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Vor einem Jahr sammelten die Kinder rund 52,4 Millionen Euro.

Wegen der Pandemie läuft die Sternsingeraktion diesmal allerdings nicht wie gewohnt ab. Die Träger - das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) - empfehlen den Sternsingergruppen, auf einen Besuch in Häusern und Wohnungen oder an der Haustür zu verzichten. Stattdessen sind alternative Möglichkeiten für ein kontaktloses Sternsingen geplant:

So liegt der Segen in den Kirchen bereit, Segensbriefe und -pakete werden zugeschickt oder verteilt. In Vorbereitung ist auch das Angebot eines digitalen Sternsingerbesuchs. Alle Materialien und Informationen sind auf der Internetseite www.sternsinger.de zugänglich.

Offiziell eröffnet wird die Sternsingeraktion am Dienstag mit einem Gottesdienst im Aachener Dom. Die rund 300.000 Sternsinger aus ganz Deutschland können sich nach Angaben der Veranstalter unter anderem über einen Chat an der Feier mit Bischof Helmut Dieser beteiligen. Vor Ort werden sie von drei Sternsingergruppen aus der Diözese Aachen vertreten. Die Kaiserstadt ist zum zweiten Mal seit 1999 Gastgeber der Auftaktveranstaltung.