26.05.2021

Weiter viele Anträge auf Coronahilfe

Erzbischof Stefan Heße rief im vergangenen Jahr an Pfingsten zu Spenden für den Corona-Hilfsfonds des Erzbistums auf. Inzwischen sind rund 65 000 Euro Spenden eingegangen und ausgeschüttet worden. Der Bedarf ist weiter groß.

Sandra Esshaaq (li.) und Sibylle Bernard aus Lübeck mit Abendessen in der Tüte für Obdachlose
Sandra Esshaaq (li.) und Sibylle Bernard aus Lübeck engagierten sich für das Projekt „Abendessen in der Tüte“. Foto: Katharina Schott

Mit seinem vor einem Jahr ins Leben gerufenen Corona-Hilfsfonds hat das Erzbistum Hamburg bislang 45 Menschen und Projekte mit einer Summe von insgesamt 65 000 Euro unterstützt. Zu den Empfängern gehören die Initiative „Abendessen in der Tüte“ für obdachlose Menschen in Lübeck sowie 19 Einzelpersonen, die durch die Coronapandemie in finanzielle Not geraten waren. Die katholische Seemannsmission in Hamburg habe beispielsweise einen mobilen Internetzugang erhalten, damit Seeleute, die in Hamburg bleiben mussten, den Kontakt nach Hause halten konnten, teilte das Erzbistum mit. 

Wie aus der Zwischenbilanz des Vergaberats für den Hilfsfonds darüber hinaus hervorgeht, wurde unter anderem das Engagement von 15 Pfarreien sowie von sieben Caritas-Projekten und Caritas-Fachverbänden unterstützt. So konnte der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Mobiltelefone kaufen, damit Beraterinnen weiterhin schwangeren Frauen telefonische Hilfe anbieten konnten. 7 730 Euro wurden außerdem für die Bistumspartnerschaft mit Puerto Iguazú bereitgestellt.

Der Corona-Hilfsfonds war zu Pfingsten 2020 von Erzbischof Stefan Heße angeregt worden. Über 600 Spender hätten es ermöglicht, dort zu helfen, wo andere Mittel nicht zur Verfügung gestanden hätten, heißt es seitens der Erzbistums. 

In einem Schreiben an die bisherigen Spender bittet Weihbischof Horst Eberlein nun um weitere Unterstützung. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, weshalb der Hilfsfonds unverändert wichtig bleibe. „Es gibt weiterhin viele Anfragen auf Unterstützung“, schreibt Eberlein.

Das bestätigt Andreas Wöhrl, Leiter der für Fundraising zuständigen Stabsstelle beim Erzbistum: „Da die Pandemie noch andauert, sind wir auf weitere Spenden angewiesen.“ So sollen unter anderem Musiker ohne Anstellung unterstützt werden. „Mit der Förderung musikalischer Begleitung wollen wir den Gemeinden würdige Gottesdienstfeiern ermöglichen“, so Wöhrl. Zwar gehe es nicht allein um Musiker, doch diese erhielten „nach langer Zeit ohne Auftrittsmöglichkeit eine bessere persönliche Perspektive und die Pfarreien neue Akzente für ihre Kirchenmusik“, ergänzt der für das Fördermittel­management zuständige Referent Dr. Christian Fischbach. 

Text: Marco Heinen

Spendenkonto des Erzbistums: IBAN DE37 4006 0265 0000 0051 51, Stichwort: „Corona-Hilfsfonds“