17.11.2021

Weltsynode auch bei uns

Katholiken aus dem Erzbistum Hamburg sollen sich an der Weltsynode beteiligen, die Papst Franziskus im Oktober ins Leben gerufen hat. Erzbischof Stefan hat die Gläubigen aufgerufen, sich in Briefen zu äußern. 

10. Oktober: Papst Franziskus eröffnet die Weltsynode in Rom
10. Oktober: Papst Franziskus eröffnet die Weltsynode in Rom. Foto: Stefano Spaziani/Romano Siciliani/KN

Zehn Seiten soll die Stellungnahme umfassen, die jedes Bistum in der ersten Vorbereitungsphase der Synode im Sommer 2022 nach Rom schicken soll. Schon jetzt sollen die Katholiken des Erzbistums Hamburg dabei mitreden. Erzbischof Stefan Heße hat in einem Brief dazu eingeladen: „Ich bitte Sie herzlich darum, diese Gelegenheit zu nutzen, um uns Ihre Erfahrungen zu bereits gelebter Synodalität mitzuteilen“, so der Erzbischof. „Gerade jetzt, da uns der gemeinsame Weg als Kirche so schwierig erscheint und ist, kann diese Vorbereitung auf die Weltsynode uns helfen, weiterzukommen in dieser dringenden Frage von Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung, indem wir den Austausch fördern.“ Konkret sollen die Einsender einen Text in der Länge einer DIN-A4-Seite schicken. 

Gefragt sind Erfahrungen mit dem Austausch, der Mitsprache und gemeinschaftlich getragener Verantwortung in der Kirche vor Ort. Als Hilfe gibt es eine Reihe von Fragen, die bei der Rückmeldung vorkommen können: 

Acht Fragen zur Orientierung

  • Welche Formen gelebter Synodalität erleben Sie bei sich in Ihrer Pfarrei, Ihrem Pastoralen Raum, Ihrem Ort kirchlichen Lebens, auf Bistumsebene? 
  • Auf welche Weise wird ein kommunikativer Stil gefördert?
  • Wie wird die Übernahme von Verantwortung durch alle Gläubigen und deren Beteiligung an Entscheidungen gefördert?
  • Wie gestalten sich die Beziehungen mit den Schwestern und Brüdern anderer christlicher Konfessionen?
  • Wie gestalten sich die Beziehungen in der interreligiösen Begegnung?
  • Wie gestaltet sich aktive Teilnahme aller an der Liturgie?
  • Was brauchen wir, damit Synodalität im Sinne von Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung im Erzbistum Hamburg gelebt werden kann?
  • Was sind Ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen für eine synodale Kirche im Erzbistum Hamburg?

Die Briefe können bis zum 14. März an die Pastorale Dienststelle des Erzbistums Hamburg, Am Mariendom 4, 20099 Hamburg, geschickt werden. E-Mail: sekretariat_pastorale_dienststelle@erzbistum-hamburg.de

Text: Andreas Hüser