21.08.2019

Zeit für die praktischen Dinge

Junge Menschen, die sich für einen Freiwilligendienst entscheiden, sind für das Erzbistum Hamburg unverzichtbar. Auch für die persönliche Entwicklung junger Menschen ist es das häufig. Für das kommende Jahr gibt es noch offene Stellen.

Das Team im Kloster Nütschau: Bildungsreferentin Lucia Keppke, Bruder Lukas, FSJler David Hinkelmann, FÖJler Lukas Wende, FSJlerin Finja Barkmeyer und Bruder Johannes
Bildungsreferentin Lucia Keppke, Bruder Lukas, FSJler David Hinkelmann, FÖJler Lukas Wende, FSJlerin Finja Barkmeyer und Bruder Johannes (v. l.) bilden das Team im Kloster Nütschau. Foto: Marco Heinen

Die Frage, was sie nach dem Abitur machen möchte, war für Finja Barkmeyer nicht leicht. Für die heute 19-Jährige stand jedoch fest: direkt an die Uni gehen oder eine Ausbildung machen ist keine Option. Etwas Praktisches sollte es nach der Lernerei sein. So entschied sich die junge Frau im Sommer 2018 für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kloster Nütschau. Ein Schritt, den sie nicht bereut. „Ich überlegte auch ein Jahr ins Ausland zu gehen. Aber mit gerade 18 Jahren fühlte ich mich noch nicht bereit dazu. Mit dem FSJ aber konnte ich von zu Hause ausziehen, aber ich hatte auch immer einen Ansprechpartner. Die Mönche haben immer gefragt, wie es einem geht.“ Normalerweise leben Freiwillige nicht an ihrem Einsatzort; im Kloster Nütschau aber ist es anders. Es wurde es zu einem neuen Zuhause für die FSJlerin. 

Im Erzbistum Hamburg arbeiten FSJler, FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) und BFDler (Bundesfreiwilligendienst) unter anderem in Kindergärten, Altenheimen, Behindertenstätten oder Krankenhäusern. 

Finja war im Jugendhaus St. Benedikt für vieles zuständig. Mit ihrem Kollegen hielt sie das Jugendhaus sauber, übernahm administrative Aufgaben für die externen Gruppen und gestaltete Workshops und christliche Kurse: „Das Putzen war schon lästig, aber die restlichen Aufgaben waren super. Die Kurse thematisch zu leiten war total mein Ding!“ 

Unterstützt durch eine Referentin und einen Ordensbruder leitete sie zum Beispiel biblische Rollenspiele oder Selbstreflektionen. Ihr FSJ hat Finja auch in ihrem Berufswunsch gestärkt. Sie wird ab Oktober an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie studieren und will einmal Bildungsreferentin werden. 

Im Erzbistum Hamburg sind derzeit noch offene Stellen. Unter www.freiwilligendienste-erzbistum-hamburg.de kann man sich bewerben. Für Finja ist dieser Schritt längst passé, doch es folgt der nächste: „Es steht mir noch bevor hier wegzugehen. Das wird ziemlich hart. Es wird ein Ort bleiben an den ich immer gerne zurückkehre.“ 

Text: Joanna Figgen